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Auf meinem Blog informiere ich Sie über allgemeine Gesundheitsthemen, Aktuelles aus der Praxis, Pflanzenprofile und anderes.


Lavendelblüte

 

 

 

 

 

 

Löwenzahn – Taraxacum officinale

Gepostet von am Jul 13, 2017 in Allgemein | Keine Kommentare

Heute möchte ich Ihnen eine meiner Lieblingspflanzen vorstellen, den Löwenzahn (Taraxacum), bei jedem Kind bekannt als Pusteblume. Ich schätze ihn so besonders, weil er sehr viel Lebenskraft besitzt. Der Löwenzahn ist eine äußerst kraftvolle, robuste und anpassungsfähige Pflanze. Er gedeiht auf jedem Boden und dringt durch die kleinste Ritze. In der Kindersendung „Löwenzahn“ wird das sehr gut dargestellt. Die Sendung beginnt damit, dass der Asphalt aufbricht und eine Löwenzahnpflanze hervorkommt. Viel Beschreibung benötigt diese Pflanze nicht, jeder kennt den Löwenzahn mit seiner kräftig gelben Blüte die sich zur Pusteblume wandelt, den gezähnten Blättern und seiner Pfahlwurzel. Für viele Menschen einfach nur ein lästiges „Unkraut“. In der Naturheilkunde nimmt der Löwenzahn aber eine wichtige Rolle ein, denn er hat ein breites Wirkspektrum. Es werden alle Teile der Pflanze verwendet (radix cum herba, das heißt Wurzel und Kraut). Der Löwenzahn enthält unter anderem Bitterstoffe, Gerbstoffe,  Vitamine, Mineralstoffe und Flavonoide, das sind sekundäre Pflanzenstoffe denen eine antioxidative Wirkung zugesprochen wird. Der Löwenzahn regt die Stoffwechselvorgänge der Niere und der Leber an und ist damit gut geeignet um Ausleitungs- und Entgiftungsprozesse zu unterstützen, zum Beispiel bei Schwäche und Müdigkeit, bei Gelenkbeschwerden und Hauterkrankungen. Stauungsprozesse im Bereich der Leber und Pfortader werden günstig beeinflusst. Der Gallefluss wird angeregt, ebenso der Appetit. Aber keine Sorge, bei „appetitanregend“ bekommen viele Menschen einen kleinen Schreck, weil sie damit sofort eine Gewichtszunahme verknüpfen. Aber darum geht es nicht. Die Verdauungssäfte und die Gallensäfte werden verbessert ausgeschüttet und damit kann eine bessere Fettverdauung und Aufspaltung der Nahrungsmittel stattfinden. Der Löwenzahn hat eine entkrampfende Wirkung und hilft bei Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und Verstopfung. Letztendlich hat der Löwenzahn durch das Zusammenspiel seiner Wirkstoffe eine positive Wirkung auf das Allgemeinbefinden insbesondere geschwächter Menschen. Löwenzahn findet man in unterschiedlichen Darreichungsformen. Als Urtinktur, Tee, frisch am Salat – natürlich nur zur Blütezeit und nicht vom Wegrand, homöopathisch aufbereitet oder als Frischpflanzenpresssaft.   Achtung! Bei einem Verschluss der Gallenwege durch Steine oder durch andere Ursachen oder bei einem Darmverschluss darf Löwenzahn nicht angewendet werden. Gerne berate ich Sie in meiner Praxis und stelle Ihnen eine individuelle Rezeptur...

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Helleborus niger – Christrose

Gepostet von am Nov 10, 2014 in Allgemein | Keine Kommentare

Die Tage sind kürzer, die letzten Blüten im Garten verblühen und das Laub fällt. Diese Pflanze, die im Sommer und frühen Herbst nur ihr krautiges, grünes, etwas hängendes Laub zeigt und doch eher unscheinbar wirkt, überrascht mich vor einigen Tagen mit einer Vielzahl von noch sehr versteckten Blütenständen. Das Besondere an dieser Pflanze ist, dass sie ihre wahre Schönheit erst in den Wintermonaten mit besonders schönen Blüten zeigt, die Schnee und Eis trotzen.   Da die Pflanze in allen Ihren Teilen – Blüte, Stengel, Blätter und Wurzel giftig ist, wird sie nicht in der Pflanzenheilkunde verwendet, sondern nur in der Homöopathie.  ...

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Therapie mit Biss

Gepostet von am Aug 27, 2014 in Allgemein | Keine Kommentare

Unter dem Link Therapieverfahren habe ich die Therapie mit Blutegeln kurz vorgestellt. Ich möchte Ihnen noch ein wenig mehr über Blutegel erzählen. Als ich vor Jahren das erste Mal Kontakt mit dieser Behandlungsart, diesen “Tierchen” hatte – ich gebe es zu, es war etwas befremdlich. Aber um überhaupt einen Eindruck von dem zu bekommen, was einen bei dieser Therapie erwartet, habe ich mir Egel setzen lassen. Zunächst mal, sind Blutegel ganz empfindsame Tiere. So mögen sie weder, wenn die Haut zu sehr nach Badezusätzen oder Parfum duftet noch das Gegenteil ist ihnen genehm. Gewitter mögen sie auch nicht, sie ziehen es dann vor, nicht zu beissen. Ausserdem sind sie sehr “reinlich”. Sie mögen kein schmutziges oder hartes Wasser und haben es gerne kühl wenn sie etwas länger beim Therapeuten verweilen. Sie sind hervorragende Schwimmer und können sich ganz lang und schlank machen. Wenn man sie genau anschaut, kann man gut ihre zarte Zeichnung an der Körperseite sehen. Der Biss selbst zwickt etwas. Nun, bei ca. 240 Zähnchen auch eher zu erwarten.  Wie sehr es zwickt ist  abhängig vom individuellen Empfinden, auch während des Saugvorgangs spürt man hin und wieder das es ein wenig petzt. Nach ca. 20 bis 40 Minuten lassen die Egel von selbst wieder los und sind nun, wie wir Menschen auch häufig nach dem Essen, satt und müde. Nach dem Abfallen der Egel kommt es zu einer Sickerblutung durch die gerinnungshemmenden Wirkstoffe im Sekret des Egels. Diese Nachblutung ist normal und erwünscht – sie entspricht einem schonenden Aderlass. Die Nachblutung kann gut 12 Stunden andauern. Nach der Behandlung sollte das entsprechende Körperteil etwas geschont werden. Also keine Wanderung am nächsten Tag, kein langes Stehen, Schwimmen oder Handball spielen. Wenn Sie die Therapie mit Blutegel interessiert sprechen Sie mich an. Ich stehe Ihnen für ein informatives Gespräch gerne zur Verfügung. Die Blutegeltherapie wird unter anderem bei Arthrosen, Gelenkschmerzen, Entzündungen der Sehnen oder Sehnenscheiden z. B. Tennisellenbogen, bei Krampfadern (Varikosis), bei oberflächlicher Venenentzündung, Abszessen, Gicht, Mittelohrentzündungen, Tinnitus, Schleimbeutelentzündungen (Bursitis), Durchblutungsstörungen  usw. eingesetzt. Für eine Behandlung ist eine Voruntersuchung und eine Anamnese unerlässlich. Wie schon auf meiner Seite über Blutegel erwähnt verwende ich in meiner Praxis in Mainz nur Egel aus der Biebertaler...

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Mönchspfeffer, Agnus castus

Gepostet von am Aug 27, 2014 in Allgemein | Keine Kommentare

Meine Pflanze des Monats Juli/August ist der Mönchspfeffer (Vitex agnus castus) oder auch Keuschlamm genannt. Die Pflanze, die ich vor etwa 3 1/2 Jahren in meinem Fahrradkorb nach Hause gebracht habe, hat sich zu einem riesigen Busch ausgewachsen. Ich freue mich, dass sie sich an ihrem Platz vor meiner Praxis in Mainz ganz offensichtlich wohl fühlt trotz sandigem Boden. Der Mönchspfeffer bevorzugt in der Regel feuchte Standorte und Flussufer.  Es ist ein einziges Brummen und Summen den ganzen Tag über in diesem Busch zu hören. Die Hummeln sind unermüdlich bei ihrer Nahrungssuche.   Der Mönchspfeffer ist eine Heilpflanze, die einen Bezug zu den Geschlechtsorganen hat. Am häufigsten findet sie in der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden, Menstruationsstörungen oder beim praemenstruellen Syndrom ihre Anwendung. Der Mönchspfeffer wurde bereits im Mittelalter als Heilpflanze verwendet. Er wurde in Klostergärten neben anderen Heilpflanzen angepflanzt. Die Mönche nutzen ihn zur “Lust – Minderung”. Je nach Dosierung ist die Wirkung ausgleichend auf die Libido (sexuelles Verlangen). In meiner Praxis für Naturheilkunde in Mainz Gonsenheim arbeite ich unter anderem phytotherapeutisch (mit der Pflanzenheilkunde). Da die Pflanze eine hormonelle Wirkung hat, ist von einer Selbstmedikation abzuraten. Ebenso von der eigenen Herstellung. Die im Handel verfügbaren Arzneien  bestehen in der Regel aus wässrig-alkoholischen Auszügen als Flüssig oder...

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